Focus:
>>Die deutsche Wirtschaft fürchtet nach dem iranischen Aufruf zur Zerstörung Israels negativen Folgen auf die ökonomischen Beziehungen.
Die Äußerungen des iranischen Präsidenten seien „nicht dazu geeignet, drohende UN-Sanktionen abzuwenden", sagte der Nahost-Experte der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Jochen Clausnitzer, am Freitag in Berlin. „Es liegt auf der Hand, dass dies nicht ohne Auswirkungen auf die Wirtschaft bleibt", betonte auch Jens Nagel vom Außenhandelsverband BGA.
Sollte es zu Sanktionen kommen, würde dies deutsche Unternehmen empfindlich treffen. „Bei einem Wirtschaftsembargo würde für deutsche Unternehmen der wichtigste Markt im Mittleren und Nahen Osten wegbrechen", sagte Clausnitzer. Aber auch gezielte Sanktionen, wie eine Unterbrechung der Benzinlieferungen in das Land, das trotz hoher Ölvorkommen keine Raffinerien hat, könnte sich negativ auf deutsche Projekte auswirken.
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Die deutschen-iranischen Handelsbeziehungen befanden sich in den vergangenen Jahren in einem steten Aufwärtstrend. Für die deutsche Wirtschaft ist der Iran der wichtigste Markt im gesamten Nahen und Mittleren Osten. 2004 lieferte Deutschland in das Öl produzierende Land Waren für über 3,5 Milliarden Euro.
Im Vergleich zu 2000 war dies eine Verdoppelung und verglichen mit dem Vorjahr ein Zuwachs um ein Drittel. Für 2005 hat der DIHK erneut einen deutlichen Anstieg deutscher Exporte in den Iran auf einen Wert von bis zu 4,5 Milliarden Euro prognostiziert, sofern keine Sanktionen verhängt werden...<<