Schaltet antideutsche Weblogs ab!

Herr Schockwellenreiter und sein Publikum
Jetzt weiß ich zu allem anderen auch noch dies (aus dem Blogeintrag und den zustimmenden Kommentaren):
1. Die Junge Welt und Indymedia sind plausible Quellen, um etwas Richtiges über eine antideutsche Demonstration zu erfahren (Gruppe Manuela für einen glaubwürdigen Bericht)
2. Wer Nachhilfe gibt und als psychotisch diagnostizierte Menschen betreut, gibt "der Allgemeinheit" nichts zurück.
3. Der Betreiber von blogger.de sollte mein Blog abschalten.
4. Ich möchte diese Leute eigentlich nicht kennen.

Montag, 12. Juli 2004, 19:25, von vr | |comment

 
interessant ist ja, dass seine form des bloggens nach dem de.indyfada.org-prinzip funktioniert. die beiden einträge, die ich gelesen habe (zu mehr hatte ich erstaunlicherweise keine lust), unterscheiden sich von einen durchschnittlichen indy-kommentar (bzw. "-ergänzung") in nichts. diffamierung ohne jeden versuch, sich mit den inhalten des angegriffenen auch nur irgendwie auseinander zu setzen oder wenigstens das inkriminierte zu zitieren. ein paar schimpfwörter, dann noch ein link zur jW und gut ist. peinlich! wer liest sich ein solches blog eigentlich durch?

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... Sehr, sehr, sehr viele Menschen, denen man ein Beißholz wünschen würde, wünschte man ihnen überhaupt etwas.

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falls es den kommentoren noch nicht aufgefallen ist: ihr argumentiert auf dem gleichen level: nicht offen hinschauen, stattdessen denunzieren! der hat eine andere meinung? der ist scheisse! geht mir doch!

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inwiefern, ralph? die beiden blog-einträge von schockwellenreiter hätte ich in ihrer ganzen kürze natürlich auch zitieren, das heisst copy-and-pasten können. der empirie wäre damit wohl genüge getan. schockwellenreiter meint aber, texte von wesentlich größerem umfang und wesentlich größerer komplexität in einem "jeden scheiss" abhandeln zu können. das ist der unterschied.

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ich habe die kommentare so verstanden, dass es nicht um berechtigte kritik ginge, sondern um diskreditierung der person, seines weblogs und seiner leser. es ist schlicht zu einfach, ein weblog, dass jetzt wohl seit 4 Jahren besteht, einfach insgesamt abzuwerten - siehe " wer liest sich ein solches blog eigentlich durch?" und "beißholz"). zur klärung trägt das auf jeden fall nicht bei, auch nicht zur diskussion, von der der leser eventuell etwas mit nach hause nehmen könnte.

politischen streit und meinungsunterschiede ohne hass (vielleicht sollte man lieber von selbsthass sprechen) und vorverurteilungen auszutragen, das scheint mir in deutschen landen immer noch eine schwierige sache. gestern erinnerte mich die demo und die diskussion darüber an die netten nachbarn, vermeintlichen freunde, sympathischen fremde und geschätzten bekannten, denen ich begegent bin und die für jedes problem in ihrer umgebung und in der gesellschaft die türken und polen verantwortlich machen. wer sich zu schade ist für soviel selbstverständlichen und immer beiläufig artikulierten rassismus, der sucht die schuldigen und dummköpfe in bösen politischen lagern, in weblogs, die man nicht leiden kann und in anderen gesellschaftsschichten. im kern scheint mir das die gleiche unfähigkeit zu sein, das fremde - in welcher abgeschwächten form auch immer - nicht als bedrohung wahrzunehmen.

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nun, ich halte deine eher populärpyschologische deutung des rassismus für falsch, ebenso deine parallelisierung des rassismus mit der hier angeblich praktizierten form der politischen auseinandersetzung. diese parallelisierung halte ich sogar für eine verharmlosung des rassismus. das zuerst.

zum zweiten war der verlauf ja ein ganz anderer. den vorwurf müsstest du demnach noch stärker schockwellenreiter machen. ich habe jedenfalls deutlich gemacht, dass ich bisher nur zwei blog-einträge von schockwellenereiter gelesen habe. die allerdings waren derartig infam, dass ich mir die frage stellte, wie sich jemand sowas ernsthaft durchlesen kann.

ach ja: "selbsthass"? das hätte ich dann doch ganz geren erläutert.

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stimmt, sie ist falsch. statt rassismus waere ressentiment die richtige wortwahl gewesen. da muss wohl eine hirnhälfte ausgefallen sein beim schreiben. ;)

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Es ist schwer, etwas über Demos wie die von heute zu erfahren, das einigermaßen plausibel ist. Ich glaube schon, daß es bestimmte Haltungen innerhalb der deutschen Linken gibt, die großzügig mit falschen Gleichheitszeichen agieren (Islam = Antisemitismus, also Türke = Antizionist). Ich glaube dennoch nicht, daß sich das verallgemeinern läßt, genausowenig wie die Einstellung, als Linker sei man vor allem Antisemitismus gefeiht.

Wenn 'Antiimperialisten' in Berlin "Juden raus" an die Häuserwände sprühen, - und als 'Antiimperialist' bezeichnet sich heute sogar Reinhard Mey - finde ich das jedenfalls gravierender als in seinem Weblog Zitate der israelischen Regierung anzuführen, die sonst kaum irgendwo erwähnt werden.

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OK, zunächst einmal der Gesinnugnscheck:
Ich bin ein Kanake. Einer, der sich irgendwann eindeutschen ließ. Rein geschäftlich, natürlich. Meine liebste Bezeichnung für uns ist "Wirtschaftsdeutsche". Ich pfeiffe auf alles, was mich vereinnahmen will. Ich bin ich. Das ist alles.
Trotzdem möchte ich ein paar Worte zu Antisemitismus der Türken sagen. Es ist die Krankheit all der abgefickten Völker, in den Juden irgendetwas anderes zu sehen als sie es sind, nämlich Menschen. Ich meine, allein sich damit zu beschäftigen, weshalb es einen Antisemitismus gibt, disqualifiziert jeden. Wie auch immer, ich nehme es in Kauf, mir zu widersprechen und trotzdem etwas dazu zu sagen. Die Türken sind zwar weniger antisemitisch eingestellt als die Araber, trotzdem gibt es auch unter ihnen einen Judenhass. Da unterscheiden wir uns von den anderen europäischen Hurensöhnen kaum -huch, wird jetzt der Schockwellenreiter mich auch denunzieren, weil ich damit die Deutschen gemeint haben könnte?. Es wäre also ziemlich fatal, die Türken in irgendeinerweise zu verklären. Doch trotzdem. Die Türkische Republik ist die Nachfolgerin des Osmanischen Reiches. Trotz vieler Grausamkeiten, die das Reich und die Republik begingen, distanzieren sich die Türken zu jeder Gelegenheit gern von den Arabern (übrigens: der türkische Islamismus gilt unter Muslimen als ziemlich suspekt) . Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir griechisch- armenisch- tatarisch- kurdisch- albanisch- serbisch- bosnisch- jüdisch -arabisch -mongolisch -persisch -berberisch usw. usf. sind. Für die Europäer ist Israel ein Lippenbekenntnis. Für die viele heuchlerischen Deutschen ganz bestimmt. Für die Türken aber ist er ein stolzer Staat, im immerwährenden Überlebenskampf - da aber für die meisten Europäer alle Schwarzköpfe gleich sind, denken sie, dass auch die Türken so richtig islamischantisemitisch sein müssten. Ein Irrtum, dem zuletzt irgend so ein Politiker namens Möllemann erlag.
Vieles läuft zur Zeit schief in Israel. Na und? Wieviele von euch berührte es, als in Österreich die Wichser herrschten? Hand aufs Herz - warum hat es euch nicht so bewegt?
Oder: Habt ihr euch mal gefragt, was in Ostdeutschland los ist? Habt ihr euch Gedanken darüber gemacht, warum kein Deutscher türkischen Ursprungs es wagt - es sei denn er ist ein wahnsinniger Dönerverkäufer- sich in der ehemaligen Zone aufzuhalten? Klar. Gleiches verficktes Blut (Mann! Hoffentlich hostet mich Olbertz noch - tut mir leid, ich muss mich immer wieder an diese Schockwellenreiterdummheit erinnern, damit herumwedeln) da schaut man einfach sanfter drein.
Ich denke, Israel ist ein demokratisches Land. Wie in jeder anderen Demokratie werden die Bürger bei den Wahlen die Regierung für deren Fehler bestrafen.
Also?

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zum thema antisemitismus in der linken und in europa ein interessantes interview mit heribert schiedel. zwar von febr. 04, aber solche texte veralten nicht so schnell: antisemitismus: wo die kritik aufhört und das ressentiment beginnt.

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@maz:
Wie zu deiner Bestätigung schlug das hier gerade in meiner Inbox auf:
http://www.aksam.com.tr/arsiv/aksam/2004/06/24/yazarlar/yazarlar16.html
Ich habe eine Übersetzung davon gelesen, weißt du zufällig etwas über diese Zeitung?

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Leider nicht...
... ich kann nur allgemein über die türkische Presse schreiben. Es gibt drei Verleger, die zugleich Großindustrielle sind, die sich den Markt aufgeteilt haben. Diese besitzen so etwas wie "Portfolios". Es werden alle politischen Richtungen bedient. So richtige Journalisten gibt es in der Türkei gar nicht. Die unabhängigen, investigativen, recherchierenden Typen wurden (und werden) immer wieder niedergemäht.
Ich habe irgendwann mal gelesen, dass es nirgendwo mehr Kolumnisten gibt als in diesem Land. Jeder, der ein bisschen des Lesens und Schreibens mächtig und einigermaßen populär ist, hat eine Kommentierstelle in einer Tagesveröffentlichung.
Wahrscheinlich habe ich Dir kaum weiterhelfen können. ..

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Ist aber trotzdem interessant :)

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der Junge Welt Artikel hat mich mal wieder sprachlos gemacht. Mir ist das Prinzip dieses Journalismus nicht klar. Wenn uns irgendwas nicht passt, lügen wir es einfach zurecht, ich meine:
"Dabei kam es wiederholt zu körperlichen Angriffen der »Antideutschen« auf nichtdeutsche Anwohner und Linke, die spontan gegen den rassistischen Aufmarsch demonstrierten"
das ist derartig dreist und verlogen, das hat schon einen Preis verdient.
Das ist wie wenn der ungefilterte Schund von Indymedia in eine Zeitung gedruckt würde. Die sollten Fusionieren

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der schockwellenreiter solidarisiert sich auch mit andrea diener, der larmoyanten pienzbacke die seit wochen sämtliche befreundeten blogger alarmiert, weil sie leigtimerweise ziel einer antifaschistischen aktion wurde. vgl. hier http://blog.schockwellenreiter.de/4357
und http://chuzpe.blogger.de (der betreiber gibt gerade ein buch mit andrea diener heraus)

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Jemanden, der kein Blog hat, nimmt in der Regel hier draussen keiner Ernst. Aber Dir seien hier 2 Dinge gesagt:

http://chuzpe.blogger.de/stories/124414/

Was im spezifischen Fall soviel heisst, wie: Die Sinistras kriegen demnächst einen jüdisch-zersetzenden Artikel, dass sie sich wünschen werden, sich lieber um die Neuguinea-Urweinwohner gekümmert zu haben.

Und 2.: Anzeige sowieso, hoffe ich.

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peinlich.

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Homepage zählt nicht? Zu blöde, dass Bourdieu schon tot ist.

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