Jörg Lau, Die Zeit:
>>...Antiamerikanismus, Israel-Obsession, Gemeinschaftsideologie, Geschimpfe gegen gierige »Eliten« – alles inklusive im Angebot des Spitzenkandidaten. Lafontaines Projekt 8 Prozent hat erstaunliche Ähnlichkeiten mit Möllemanns Projekt 18. Anders als Möllemann, dessen Hetzkampagnen und Krawallaktionen die Partei vor eine Zerreißprobe stellten, kann Lafontaine ungeniert und ohne Bremse agieren. Er hat den strategischen Vorteil, dass sein Haufen aus Sozialnostalgikern und Sektierern nicht zuletzt durch Ressentiments zusammengehalten wird – sei es gegen die SPD, sei es gleich gegen das ganze »System«. Und sein Kurs passt auch zur PDS, die im Osten seit jeher linke Gerechtigkeits- und rechte Gemeinschaftsrhetorik flüssig miteinander kombiniert.
Oskar Lafontaine hat verstanden, dass der Populismus in Deutschland aus historischen Gründen nur Chancen hat, wenn er sich einen linken Anstrich gibt und doch hemmungslos das ganze Spektrum extremistischer Ansichten bedient. In Chemnitz hat er gezeigt, dass er sehr weit zu gehen bereit ist, um diese Chancen zu nutzen.<<
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"Soziales und Nationales Bündnis Pommern":
www.snbp.info/include.php?path=content/news.php&contentid=267&PHPKITSID=e258b7f2363218748b2cfdb089e17349
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