Donnerstag, 15. Juli 2004
Völkermord an Kollaborateuren

www.german-foreign-policy.com:
"Das öffentlich-rechtliche Fernsehen der Bundesrepublik plant die Ausstrahlung eines Films über den ,,Völkermord" an ,,rund 65.000 Deutsche(n)" im früheren Jugoslawien. Gemeint sind deutschsprachige Kollaborateure und Sympathisanten der NS-Besatzer, denen nach 1945 der Prozess gemacht wurde. Die als ,,Donauschwaben" bezeichneten Inhaftierten und Flüchtlinge seien der ,,Rache" von ,,Titos Partisanen" anheimgefallen, heißt es in einer Presseankündigung der deutschen TV-Firma über das ,,serbische Unrecht". Die Firma operiert mit Geldern des Auswärtigen Amtes. Ausstrahlender Sender ist der Kanal 3sat. Auch das staatliche italienische Fernsehen widmet sich den Folgen der Okkupation Jugoslawiens. Dabei sei ,,italienischer Boden" ,,slawisiert" worden, schreibt die offiziöse römische Presse über die Befreiung Kroatiens in den Jahren 1943 bis 1945.

Produzentin des TV-Beitrags ,,Rache an den Deutschen - ein serbisches Trauma" ist die ,,Südost-Medienagentur" mit Sitz in Bremen. Für mehrere Projekte bezieht die Firma Gelder des Auswärtigen Amtes. So drehte die Agentur u.a. einen 60minütigen Werbefilm über den ,,Stabilitätspakt für Südosteuropa"1), der aus Mitteln des Stabilitätspakts bezahlt wurde.2) Ebenfalls der Mittel des Stabilitätspakts bediente sich die Firma bei einem Training für Journalisten aus Bulgarien, Jugoslawien und Rumänien, die 2001 einer mehrmonatigen ,,Schulung"3) ausgesetzt wurden. Auch 2002 und 2003 flossen an die ,,Südost-Medienagentur" öffentliche Gelder, um südosteuropäische Bewerber mit ,,gute(n) Deutschkenntnisse(n)"4) für den Einsatz in den TV-Anstalten ihrer Länder vorzubereiten. Für die ,,Medienhilfe" in Südosteuropa hält das Auswärtige Amt (AA) rund 3 Millionen Euro bereit..."

... link (0 Kommentare)   ... comment